vom schneck
Donnerstag, 8. Oktober 2009

wer sich über blogpause schon gewundert hat - ich musste vom "maskottchen dieses blogs" abschied nehmen und hatte meinen kopf wo anders. langsam kehrt der alltag zurück.
irishwolfhound - 8. Okt, 08:06
Donnerstag, 13. November 2008
die medien haben genug vom irakkrieg. sie brauchten ein neues thema und haben eben mal die wirtschaft kaputt geschrieben. das geht relativ einfach, wenn man bedenkt, dass wir alle nur daran glauben müssen, dass bunt bedruckte papierstückchen etwas wertvolles sind. genauso gut könnten wir ein system darauf aufzubauen versuchen, in dem bunte glasperlen etwas wertvolles sind. alles nur eine frage der perspektive …
diese "wirtschaftskrise", die der journaile gerade so gut gefällt, treibt seltsame blüten. hat man vor wenigen wochen noch geschrieben, dass der ölpreis weit über $ 100,-/fass liegt, kostet das fass öl heute $ 55,-. wer denkt, dass die spritpreise jetzt auch halb so hoch sind - irrt. natürlich. wo kämen wir da denn hin …?
doch - was ändert sich jetzt, wo so viele wirtschaftliche luftblasen zerplatzen? es wird einfach teurer werden, waren um den erdball zu transportieren, nur weil löhne - in € umgerechnet - wo anders billiger sind, als bei uns. es wird plötzlich wieder wirtschaftlich(er) sein, vor ort zu produzieren.
vielleicht erübrigt sich auch produktion und transport von billigem tand. der umwelt würde es gut tun. und vermutlich auch jenen, die billigen tand kauften.
mir ist klar, dass ich auf hohem niveau jammere - keine frage. ich hungere nur, wenn ich zu faul bin, was zu kochen. und dass meine kleidung nicht der neuesten mode entspricht sondern "nur" praktisch ist, ist auch kein drama. trotzdem - auch ich merke, dass der gürtel enger geschnallt ist. übrigens schon seit ein paar jahren … und man übt sich im verzicht, im verändern von gewohnheiten, im reduzieren.
was ich jedoch bemerke, ist, dass man prioritäten setzt. unterteilt in leicht verzichtbar, verzichtbar, unverzichtbar. und damit im grunde eine menge ballast abwirft.
ich behaupte nicht, dass einschränken lustig ist. aber ich stelle fest, es ist befreiend. und ich wünsche mir diesen befreienden effekt auch für unsere kapitalistische wirt- und gesellschaft, die in den vergangenen jahrzehnten definitiv speck angesetzt hat. verzichtbaren speck.
irishwolfhound - 13. Nov, 14:55
Freitag, 19. September 2008
seit geraumer zeit regt sich in mir wieder das bedürfnis, zu fasten. um zu entgiften, zu entlasten, zu reinigen - wie auch immer. früher hab ich jeden neumond-tag nur säfte, wasser und tees getrunken, nichts gegessen. das schaffe ich irgendwie nicht mehr. der traum, mich mal zwei wochen auf ein heilfasten zurückzuziehen, scheitert am budget. schon erstaunlich, dass man für "nichts essen" wesentlich mehr bezahlen soll, als für unterkunft mit essen … verschobene werte, überall.
zuhause schaffe ich bestenfalls einen tag, und den nur mit energie. und die fehlt mir ja … also ein teufelskreis.
vor zwei wochen war ich drei tage strohwitwe und habe "nach bingen" zu fasten versucht. es gibt da - neben dem saftfasten - verschiedene möglichkeiten. unter anderem einfach einen dinkel-reduktionstag. also den ganzen tag nur dinkel essen. klingt fad. aber ich mag dinkel! ist ein getreide mit geschmack und biss. und das dinkel-fastenbrot schmeckt köstlich. also hantle ich mich jetzt mal am "dinkel-reduktionstag" weiter.
im nachbarort habe ich ein kleines geschäft mit allerlei hildegard von bingen dingen gefunden. dort habe ich mir das fastenbuch geholt und dort habe ich mir auch das gewürz für birnhonig geholt. birnbrei zum darmreinigen. ich versuche es. die birnen sind auch gekauft, heute wird der brei gekocht.
der schneck bewegt sich - nach der sommerpause in einem sommer, der eigentlich kein richtiger sommer war - langsam weiter.
irishwolfhound - 19. Sep, 08:21
Montag, 21. April 2008
das flatterte mir heute in die mailbox - und es passt soooo gut!
John Lennon hat mal so schön gesagt:
"Life is what happens when you are busy making other plans."
(Übersetzung: Das Leben ist das, was passiert, während du andere Pläne schmiedest.)
Sicher haben Sie genau das auch schon erlebt, oder? Egal wie gut wir planen, das Leben hat immer eine Überraschung für uns bereit. Eine andere Volksweisheit sagt ja auch:
Erstens kommt es anders und zweitens als du denkst.
Was ist nun die Schlussfolgerung daraus?
Macht es überhaupt noch Sinn Pläne zu schmieden, wenn nachher doch alles ganz anders kommt?
Meine Meinung dazu: Ja, es macht auf jeden Fall Sinn!
Auch wenn die Realität unsere Pläne oft durcheinander würfelt, sind Pläne trotzdem sehr praktisch.
Pläne helfen uns z.B., unsere Zukunft oder unsere Aufgaben genauer zu durchdenken und viele Probleme und Engpässe bereits im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden.
Einen Plan zu machen zwingt uns, uns zu entscheiden, bringt unser Leben in Bewegung und verhindert, dass wir ewig auf der Stelle treten.
Pläne bewahren uns so oft vor unnötiger Arbeit (z. B. doppelt einkaufen zu gehen, weil man keine Einkaufsliste gemacht hat).
Pläne geben uns ein Gefühl von Klarheit und Sicherheit.
Und und und ...
Pläne sind nützlich. Und wenn wir uns das Leben durch Planen auch nur zu 50% einfacher machen können, dann ist das doch einen Plan wert, oder?
Was man natürlich lieber nicht machen sollte, ist von der Wirklichkeit zu erwarten, dass sie sich an unsere Pläne hält. Das erzeugt Enttäuschung und Frust. Das ist auch der Grund, warum viele keine Pläne mehr machen. Sie glauben – vielleicht auf einer unbewussten Ebene – dass ihre Pläne auch wirklich so kommen müssen, wie sie sie aufgestellt haben. Planen macht aber nur Spaß, wenn man bereit ist, seine Pläne jederzeit über den Haufen zu werfen, wenn die Wirklichkeit sich ändert. Hier ist Flexibilität gefragt.
Mein Rat, was Planen angeht ist also: Plane, aber klebe nicht an deinen Plänen.
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irishwolfhound - 21. Apr, 08:22
Donnerstag, 24. Januar 2008
vergangenes wochenende war ich wieder bei einer aufstellung. einige themen waren von mir "vorbereitet", doch die aufstellung selbst brachte - wie schon erwartet - dinge an die oberfläche, die "stimmig sind", an die ich aber gar nicht dachte.
den ersten tag hatte ich zwei aufstellungen zu meinen fragen. war die erste frage "auflockernd" heiter und mit durchaus stimmigem ergebnis, so war die zweite mit "aufgabe für die zukunft". das, was "dahinter steht" - geht mich nix an. es ist nicht mein ding, nicht mein problem. klingt so einfach - aber tatsächlich neige ich dazu, manche dinge schwer los lassen zu können, erkunden zu wollen, "lösen" zu wollen. ich habe also als aufgabe - zu akzeptieren, dass manche dinge mich einfach nix angehen und mich auch ablenken. mein neues mantra also: das geht mich nix an!
am zweiten tag war ich "nur" stellvertreterin. wie schon gewohnt, gibt es die aufstellungen, in die man "einfach rein muss", die ein eigenes thema berühren. und so war es auch diesmal. die erkenntnis - erfreulich und sehr, sehr positiv! das zwillingsthema sozuschreiben "von der anderen seite".
irishwolfhound - 24. Jan, 10:37
Dienstag, 1. Januar 2008
schon seit jahren gehört es zu meinen silvesterritualen, mir die jahreskarte zu berechnen. dabei ist das crowley-deck meine interpretationsgrundlage. für 2008 ist der eremit mein begleiter. war das vor wenigen jahren noch eine karte, die mir angst machte, ist es die passendste karte, die ich mir für mein 2008 vorstellen kann.
<...> Der Eremit wird oft von den Mitmenschen wenig beachtet und selten verstanden. Er ist ein Individuum, das nicht mit dem Strom schwimmt und sich nicht mit den Oberflächlichkeiten der breiten Masse zufrieden gibt. Beziehungen geht er nur dann ein, wenn sie ihm eine tiefe Begegnung ermöglichen. Ist dies nicht der Fall, so zieht er es vor, alleine zu bleiben. <...>
=>
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ich fühle mich mehr als bereit für diese karte, es ist so stimmig, wie selten zuvor. ich freue mich auf und über dieses jahr.
irishwolfhound - 1. Jan, 16:44
Dienstag, 13. November 2007

wasser war immer schon besonders anziehend für den schneck. und gleichzeitig immer auch bedrohlich. der schneck lernte sehr spät schwimmen. obwohl er sich immer wieder gerne am und im wasser aufhielt. aber zu tief durfte das wasser nicht sein. zu dunkel durfte es nicht sein, da bekam es der schneck immer schon mit der angst zu tun …
dafür war die badewanne etwas, was der schneck nur aufsuchte, wenn er krank war. dann dümpelte er in einem duftenden erkältungsbad herum um langsam wieder zu kräften zu kommen. ansonsten reichte die dusche. ausserdem ist duschen ja viel energie- und wassersparender. baden - das war verschwenderisch. zeitverschwenderisch, wasserverschwenderisch, energieverschwenderisch. kurz, verzichtbar.
doch seit ein paar wochen ist der schneck ein richtiger badefreak geworden! am liebsten würde er aus der badewanne gar nicht mehr rauskommen. als kind, so erinnert sich der schneck jetzt, hatten das die eltern auch immer gesagt: er sei aus der badewanne nicht rauszubekommen. er werde schwimmhäute bekommen, der schneck …
in der badewanne, da fühlt sich der schneck jetzt ganz nahe bei seinem zwillingsschneck. und irgendwie fühlt sich das jetzt gut an, diese nähe. angenehm. beruhigend. gar nicht mehr beängstigend. wenn der schneck also kontakt mit seinem zwillingsschneck aufnehmen will, dann zieht er sich in die badewanne zurück.
erstmals hab ich den schneck nicht mit buntstiften coloriert, sondern mit aquarell(sic!)stiften.
irishwolfhound - 13. Nov, 17:41
Sonntag, 14. Oktober 2007

das ist er zwar immer wieder mal gewesen, aber er wusste nie wirklich, warum er denn so unendlich traurig war. jetzt weiss er es. die familienaufstellung hat es ans tageslicht des bewusstseins gebracht. man weiss schon lange, dass nicht jede zeugung mit der geburt eines gesunden säuglings endet. und man wusste wohl auch schon lange, dass es schwangerschaften gab, die als mehrlingsschwangerschaften begannen, aber nicht endeten. eines der daraus resultierenden phänomäne nennt man mondkind …
dass überlebende zwillinge aber ein problem damit haben könnten, überlebt zu haben, dass sie eine erinnerung daran haben können, nicht immer alleine gewesen zu sein - das ist relativ neu und wird von manchen immer noch abgelehnt. und - es ist auch schwer zu begreifen. ausser - man gelangt selbst zu dieser erkenntnis und stellt fest, dass dies der so lange vermisste puzzlestein ist, der mit einem schlag unendlich vieles (er)klärt.
nun, der schneck weiss seit kurzem also, warum er so oft so traurig ist. und es besteht berechtigte hoffnung, dass er diese trauer nun ausleben und - irgendwann - auch abschliessen kann.
irishwolfhound - 14. Okt, 14:53
Montag, 8. Oktober 2007
das wochenende war ziemlich intensiv. familienaufstellung. angeblich braucht man zwei wochen, sich nach so einer aufstellung "neu zu sortieren". kann sein. mag sein. und meine erkenntnis war ein missing link in vielen, vielen bereichen. so schlüssig, so logisch und doch - so überraschend! ich sortiere also.
was ich aber sofort verspürte und immer noch spüre ist eine absolut unbekannte innere ruhe. ich bin einfach gelassen. ruhig. habe nur extremes bedürfnis nach frischluft, gehe also dauernd im garten spazieren oder sitze einfach neben meinen rosen oder neben der kräuterspirale.
es geht mir gut!
irishwolfhound - 8. Okt, 16:16
Sonntag, 19. August 2007
beeindruckenderweise hab ich von freitag auf samstag über 10 stunden durch geschlafen! danach war ich ungewöhnlich erholt. durst hab ich auch wie ein kamel. ich trinke zur zeit ungewöhnlich viel wasser.
gestern hab ich dann das erstemal in eigenregie die akupressur durchgeführt. dazu hab ich mir einen extrafeinen platz im wohnzimmer gesucht. noch muss ich dauernd ins "manual" linsen. aber ich hoffe, dass ich die routine bald heraus habe.
irishwolfhound - 19. Aug, 09:24